Für Karibik-Fans sind die British Virgin Islands ein ursprüngliches Juwel. Auf den gering besiedelten Inseln leben rund 23.000 Menschen, die meisten von ihnen in bunten Kolonialhäusern direkt am Wasser. Auch die Hauptstadt Road Town ist im Vergleich zu andern Karibikinseln eher ein „Hauptstädtchen“, in dem es gemütlich zugeht. Hochhäuser, Bettenburgen oder künstliche Resort-Welten, die den Zugang zum Strand versperren, gibt es nicht. Denn anders als auf den amerikanischen oder spanischen Jungferninseln ist Massentourismus hier ein Fremdwort. Einerseits, weil keine Direktflüge auf dem kleinen Inselflughafen landen können. Andererseits, weil die Regierung sich von Anfang an konsequent für den Schutz der natürlichen Ressourcen auf den Inseln eingesetzt hat. Statt in großen Hotelketten, urlaubt man hier hauptsächlich in privaten Ferienhäusern oder Pensionen. Die Zimmerpreise sind erschwinglich und Sie kommen direkt in den Genuss karibischer Gastfreundschaft.
Trotz Queen not very britisch: British Virgin Islands Reise zur Kronkolonie unter Palmen
Als britische Kolonie und Mitglied im Commonwealth tauchen bei einer British Virgin Island Kreuzfahrt hier und da englische Gepflogenheiten unter karibischer Sonne auf. Auf den Straßen der britischen Jungferninseln herrscht Linksverkehr, und Queen Elisabeth II wird als Staatsoberhaupt von einem britischen Gouverneur auf den Inseln vertreten. Die roten Telefonhäuschen sehen aus wie die typischen Londoner Telefonzellen, und Ihr Bier schmeckt in einem der vielen Pubs mit herrlichem Blick auf das Wasser gleich doppelt so gut. Das war’s aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten – offizielles Zahlungsmittel ist nicht das britische Pfund, sondern der US-Dollar. Wirtschaftlich geht es dem Land so gut wie wenigen anderen Karibikstaaten. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf ist auf einem Niveau mit Deutschland. Nicht nur für erholungssuchende Urlauber ist die Inselgruppe ein attraktives Ziel: Freizügige Regularien und steuerfreundliche Gesetze haben die Jungferninseln zum Offshore-Paradies für Banken und reiche Investoren gemacht. Die meisten Briefkastenfirmen der Welt liegen auf den ehemaligen Pirateninseln.
Road Town auf Tortola – Ein Ausflug zur pastellfarbenen Hauptstadt
Tortola ist die größte Insel und eine Traum für Wanderer. Im ältesten Nationalpark der Inseln erkunden Sie den üppigen Regenwald mit seinen rauschenden Wasserfällen, Kunstwerken aus riesigen Wurzelgeflechten und exotischen Tierarten. Auf dem höchsten Gipfel der britischen Jungferninseln, dem 523 Meter hohen Mount Sage, haben Sie einen wunderschönen Ausblick über die gesamten British Virgin Islands. Wem der Sinn mehr nach karibischer Postkartenidylle am Strand steht, der wird am traumhaften Smuggler’s Cove Beach glücklich. Ohne viele Menschen um Sie herum, können Sie an diesem abgelegenen Traumstrand beim Schnorcheln die artenreiche Unterwasserwelt erkunden. Aus Treibholz zusammengeschusterte urige Beach Bars sorgen an den Stränden der Insel für das leibliche Wohl. In der gemütlichen Hauptstadt Road Town erwartet Sie neben sorgsam restaurierten Architekturdenkmälern auch der schneeweiße Gouverneurspalast, alte Befestigungsanlagen und der beliebte botanische Garten. Ob Delphin-Schwimmen, Kajakfahren oder ein Ausritt am Strand – die Hauptstadt bietet jede Menge Aktivitäten. Bevor Sie die Insel wieder verlassen, sollten Sie unbedingt noch am malerischen Cane Garden Bay vorbeischauen. Der Rum aus der Callwood Rum Distillery ist ein beliebtes Urlaubsmitbringsel.