Die Quelle des Dnepr und seinen 1.700 schiffbaren Kilometern liegt zwar in Russland zwischen riesigen Seen, tiefen Wäldern und zerstreuten Granitblöcken in den Waldaihöhen, doch die längste Strecke auf seinem Weg zum Schwarzen Meer legt der mächtige Fluss als Hauptverkehrs- und historische Lebensader in der Ukraine zurück. Begegnen Sie auf einer Dnepr Kreuzfahrt neben kulturellen Perlen des Ostens den idyllischen Flusslandschaften, gigantischen Stauseen, kleinen Fischerinseln und endlosen Weizen- und Sonnenblumenfeldern, bis die schilfbewachsenen und pelikanreichen Weiten des Dnepr Delta die Landschaftsgestaltung übernehmen. Von da an ist es nicht mehr weit bis zum Schwarzen Meer, und neben den Temperaturen machen sich auch die Uferlandschaften bereit für den fulminanten Schlusspunkt des Dnepr. Langsam aber sicher breiten sich die Wassermassen aus und verdrängen das Festland aus ihrem Sichtfeld – am Dnepr-Bug-Liman wird der Fluss zur beeindruckenden 60 Kilometer großen Lagune, deren Stille durch nichts mehr durchbrochen wird. Entstanden aus dem nacheiszeitlichen Ansteigen des Meeresspiegels, wechseln sich dort flache Sandbänke und steile Tonfelsen an der entfernten Küste ab, wo das Schwarze Meer in den Unterlauf des Dnepr drängt. Lassen Sie sich die Vielzahl unvergesslicher Reiseerlebnisse auf dem „Fluss des Ruhms“ mit Phoenix Reisen nicht länger entgehen!
Kosaken, die kriegerischen Herrscher des Dnepr
Eine Dnepr Kreuzfahrt führt Sie in das sagenumwobene Reich der Kosaken – jener blitzschnellen ukrainischen Reiter und ausgezeichneten Kämpfer, deren Geschichte seit jeher eng mit dem Dnepr verbunden ist. Die ursprünglichen unfreien Bauern siedelten vor allem in den Wäldern am Unterlauf des Dnepr an, wo sie vom Fischfang und der Jagd lebten, bevor sie sich zu kriegerischen Verbänden mit demokratischer Selbstverwaltung zusammenschlossen. Als Kosakenzentrum galt über Jahrhunderte hinweg die ukrainische Insel Chortyzja, von wo aus die kriegerischen Feldzüge zu Land und Wasser gegen polnische Könige und russische Zaren starteten. Dort ist auch heute noch ihre erste, befestigte Siedlung aus Holz zu finden, die sogenannte Saporoger Sitsch.
Erst Jahrhunderte später folgte an den Ufern des Dnepr die Gründung von Saporischschja, die heute die sechstgrößte Stadt der Ukraine ist und als die Kosakenmetropole schlechthin gilt. Und tatsächlich ist das Stadtbild geprägt von kräftigen schnurbärtigen Männern in dunklen Pumphosen, schweren hohen Stiefeln und dem obligatorischen knielangen Stoffmantel, die durch die Straßen der Stadt in ihren traditionellen Gewändern patrouillieren, die Eingänge von orthodoxen Kirchen bewachen und im Pferde- und Reittheater vor der Kulisse des Dnepr rasante Reitveranstaltungen mit gewagten Kunststücken aufführen. Nirgendwo sonst erleben Sie so unverfälscht und eindrucksvoll ukrainische Tradition.